Rezept-Frei

Schlapp, schlapper, Deutschland

Die körperliche Aktivität hat in den vergangenen Jahren weltweit abgenommen. Gründe dafür sind die Technisierung und Digitalisierung der Gesellschaft. Doch gibt es Daten, wie es um die körperliche Aktivität in Deutschland im internationalen Vergleich aussieht?

Dieser Frage hat sich nun die WHO gewidmet. Es ist bekannt,  dass bereits 2,5 Stunden moderate Bewegung pro Woche – damit ist ein flotter Spaziergang oder eine gemütliche Radtour gemeint – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch Brust- und Darmkrebs, sowie Typ 2 Diabetes und Bluthochdruck senken. In der WHO Untersuchung wurde nun untersucht, wie viele Personen in ganz unterschiedlichen Ländern dieses Ziel nicht erreichen. Dazu wurden die Daten von 1,9 Mio. Menschen aus 168 Ländern untersucht. Weltweit gab es 27,5% Bewegungsmuffel, wobei Männer sich im Vergleich zu Freuen deutlich mehr bewegten. Schaut man sich nun die Ergebnisse der einzelnen Länder im Detail an, so rangiert Deutschland auf dem 9. Platz – aber nicht von oben, sondern von unten gerechnet. Wir werden in der Rate an Inaktivität nur noch von Ländern wie Kuweit oder Saudi-Arabien überholt.

Diese Ergebnisse sollten uns zum Nachdenken bringen. Die AOK Rheinland-Hamburg hat kürzlich in Ihrem Gesundheitsreport eine Häufigkeit von Fettsucht bei Kindern im Alter von 3-17 Jahren von 6,7% berichtet – in Köln lag diese sogar bei 8,2%. Auch die Rate an Lebensstil-bedingten Erkrankungen steigt kontinuierlich an. Wenn wir nicht mit einem Umdenken beginnen wird es bald heißen: Schlapp, schlapper, Deutschland!

Guthold R, Stevens GA, Riley LM, Bull FC. Worldwide trends in insufficient physical activity from 2001 to 2016: a pooled analysis of 358 population-based surveys with 1•9 million participants. Lancet Glob Health. 2018 Sep 4. pii: S2214-109X(18)30357-7. doi: 10.1016/S2214-109X(18)30357-7

Bildquelle: iStock Spauln 157289012

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