Rezept-Frei

Positiv Denken

Wer im Düsseldorfer Hofgarten spazieren geht, dem fällt vielleicht die große Plastik auf einem Hügel ober halb der Landskrone auf. Der symbolisierte Mensch hat die Händen zu einem Schalltrichter zusammengelegt und scheint sich Seele aus dem Leib zu schreien. Diese knapp fünf Meter hohe Bronze-Plastik von Wadim Abramowitsch Sidur trägt den Namen „Der Mahner“. Dieses Kunstwerk könnte symbolhaft für das Jahr 2021 stehen. Und kurz vor Weihnachten fand sich dann noch in allen Medien die Mahnung, dass wir Weihnachten nicht nur Kontakte, sondern auch Fondue und Raclette meiden sollen? Doch auf welchen wissenschaftlichen Daten beruht diese Warnung?

Das durch die Coronakrise nahezu jedem Mitbürger bekannte RKI – das ist die Abkürzung für Robert-Koch-Institut – hat eine Studie zu Durchfallerkrankungen veröffentlicht. Man hat sich auf die Campylobacter Erkrankungen konzentriert, die meldepflichtig sind. In Kooperation mit allen Landesgesundheits-Behörden – nur Rheinland-Pfalz hat nicht mitgemacht – wurden 8272 Personen mit gemeldeten Campylobacter Erkrankungen Fragebögen zugeschickt. Darin wurden Fragen zum Essverhalten vor der Infektion gestellt. Eine Antwort bekamen die Wissenschaftler nur von 10% der Angeschriebenen, wobei nur 442 der Fragebögen auswertbar waren. Ein Teil der Fragebögen wurde leer zurück geschickt oder war nur zum Teil ausgefüllt. Anschließend haben die Forscher zwei Gruppen gebildet: In die Feiertagsgruppe wurden die zugeordnet, die nach Weihnachten und Silvester an Campylobacter Durchfällen erkrankten,  in die Kontrollgruppe kamen die Erkrankungsfälle im Laufe des Jahres. Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Erkrankten in der Feiertagesgruppe häufiger Fondue und Raclette zu sich genommen haben, als die in der Kontrollgruppe. Nicht nur, dass es sich hierbei aufgrund der geringen Antwortrate um eine sehr selektierte Gruppe handelt, ist eigentlich klar, dass im Laufe des Jahres deutlich weniger Fondue und Raclette gegessen wird, als zu Weihnachten. Doch warum publiziert ein bedeutendes Journal solche Daten? Man muss wissen, dass viele renommierten Zeitschriften solche nicht immer ernst zu nehmenden Studien am Ende des Jahres mit einem Augenzwickern publizieren, nichts ahnend, dass daraus nationale Warnhinweise generiert werden.

Für das Jahr 2022 wünsche ich uns allen: Einfach mal positiv denken!

 

YouTube

Aktuelles

Das Buch „Wie Insulin uns alle dick oder schlank macht“ ist kein Diabetesbuch, sondern für alle geeignet, die Problem haben Gewicht zu verlieren. Im Mittelpunkt des Buches steht das Hormon Insulin, das nach Nahrungsaufnahme von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bekannt ist, dass Insulin die Blutzuckerspiegel senkt, jedoch hat es eine weitere Wirkung: Insulin blockiert die Fettverbrennung. Das Buch gibt praktische Hinweise, wie man Insulinspiegel senken und überflüssiges Körpergewicht verlieren kann.

Menü