Rezept-Frei

Fettleber ist kein Kavaliersdelikt

Wer nach einer Ultraschall-Untersuchung der Bauchorgane die Befunde liest, stößt häufig auf die Diagnose „Fettleber“. Wenn dann noch die sogenannten „Leberwerte“ erhöht sind, scheint die Ursache für diese Veränderungen schnell gefunden: Der Alkoholkonsum ist zu hoch! Doch stimmt das wirklich und ist eine Fettleber überhaupt gefährlich?

Lange war Alkoholkonsum die Hauptursache für Veränderungen im Bereich der Leber. Doch in den letzten Jahren haben Übergewicht und Diabetes den Alkohol als Verursacher von Lebererkrankungen abgelöst. In Gourmetkreisen sind solche Leberveränderungen gewünscht, denn Gänsestopfleber, französisch „foie gras“, ist eine Delikatesse, bei denen die Tiere nicht mit Fett, sondern mit Kohlenhydraten „gestopft“ werden (was in Deutschland wegen der Tierquälerei verboten ist). Da Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Brot allgemein als gesund gelten, nehmen wir Menschen sie freiwillig in beträchtlichen Mengen zu uns. Diese Nahrungsmittel werden im Körper jedoch in Speicherfett umgewandelt, dass sich nicht nur am Bauch, sondern auch in der Leber ablagert. Steigen die Leberwerte an, ist das ein Zeichen, dass es zu einer Fettleberentzündung kommt, in deren Folge sich die Leber verhärtet – in der Medizin spricht man von Fibrosierung. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie zeigt, dass dies nicht ganz ungefährlich ist: Über vier Jahre wurden mehr als 1.700 Personen mit solchen Leberveränderungen beobachtet. Mit steigendem Verhärtungsgrad der Leber stieg das Sterberisiko um den Faktor 5,5 an. Die Festigkeitsmessung der Leber gehört allerdings nicht zum Routineprogramm bei Ultraschalluntersuchungen, so dass viele Betroffene ihr Risiko nicht kennen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Fettleber ernst zu nehmen und kein Kavaliersdelikt ist.

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