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Kein Angst vor Eiern

Aktuell finden in Oberammergau die Passionsspiele statt, die aufgrund von Corona um zwei Jahre verschoben wurden. Diese wurden erstmals 1634 als Einlösung eines Gelübdes aufgeführt, da der Ort vor der Pest bewahrt wurde. Alle 10 Jahre wird seither die Passion Jesu Christi in fünf-stündigen szenischen Darstellung  aufgeführt. Gerade in der kritischen Situation, in der sich die Welt befindet, können die Passionsspiele mit der Geschichte von Jesu Christus Hoffnung und Trost spenden. Ganz im Gegensatz zu den letzten Jahren sind Restkarten noch erhältlich. Zu der christlichen Tradition gehört auch das Ei, das zum Symbol für die Auferstehung steht. Wenn man ein Ei von außen betrachtet, ist es hart und leblos, doch innen entwickelt sich neues Leben.

Doch lastet auf dem Ei eher ein Tod-bringender Ruf, da es aufgrund seines erhöhten Cholesteringehaltes mit einer erhöhten Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Doch wie sieht das die Wissenschaft?

Eine ganz aktuelle Zusammenfassung von über 30 Studien mit insgesamt mehr als 2,2 Mio. Teilnehmern hat sich diesem Thema gewidmet. In den jeweiligen Beobachtungszeiträumen sind mehr als 230.000 Teilnehmer verstorben. Wenn nun die Personen mit dem höchsten mit denen mit dem geringsten Ei-Konsum verglichen wurden, ergaben sich keine Hinweise, dass die Rate an Herzinfarkten oder Schlaganfällen anstieg. Die Wahrscheinlichkeit an einem Schlaganfall zu sterben sank sogar etwas ab.

Grundsätzlich sind solche Studien nicht so ganz unumstritten, da die zugrundeliegenden Daten in der Regel einmalige Selbstangaben sind. Außerdem verhalten sich Menschen, die weniger Eier essen vielleicht auch in anderen gesundheitlichen Dingen anderes, als die mit dem hohen Konsum. Die Lösung wäre, Personen über viele Jahre zufällig einem hohen oder einem niedrigen Ei-Konsum zuzuteilen und dann nach 10 Jahren die Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen  zu vergleichen. Aber auch hier weiß man ja nicht, ob die Personen, denen man Eier verbietet, vermehrt andere Produkte essen, die vielleicht Einfluss auf die Gesundheit haben.

Diese Ausführungen zeigen, dass es mit der wissenschaftlichen Analyse von Ernährungsfaktoren nicht so ganz einfach ist. Somit sollten Sie aber auch keine Angst vor dem Eiern haben!

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