Rezept-Frei

Sport kann auch dick machen

Das Leben nach der Coronakrise normalisiert sich wieder, aber eines bleibt: Die vielen Kilogramm an Gewicht, die sich der eine oder andere im Lockdown angefuttert hat. Wenn es darum geht, die wieder loszuwerden wird Mantra-artig eine Reduktion des Fett- und Zuckerkonsums sowie eine Erhöhung der sportlichen Aktivitäten gepredigt. Doch häufig klappt das einfach nicht und die Betroffenen werden als unwillig abgestempelt! Könnte es aber sein, dass diese Empfehlungen schlicht nicht stimmen?

Bei der Ernährung wird zunehmend der „low fat“ Weg verlassen und viele Betroffene haben gute Erfolge mit dem „low carb“ Ansatz, bei dem Zucker und Stärke-haltige Lebensmitteln gemieden werden. Auch bei Sport gibt es interessante neue Ergebnisse! Dazu wurden über 1.700 Versuchsteilnehmer untersucht, bei denen der basale Energieverbrauchs nach körperlicher Aktivität untersucht wurde. Es zeigte sich, dass ein Drittel der durch körperliche Aktivität verbrannten Energie durch die Abnahme des basalen Energieverbrauchs aufgehoben wird. Bei Personen die ein hohes Gewicht haben wird sogar die Hälfte der beim Sport verbrannten Energie weggepuffert. Anders ausgedrückt: Menschen mit Übergewicht verbrennen durch Sport weniger Energie als schlanke Personen.

Diese neuen wissenschaftlichen Publikationen zeigen, dass anscheinend nicht die Betroffenen unwillig sind, sondern die Empfehlungen einfach nicht stimmen. Demnach wäre es für eine Gewichtsabnhame sinnvoller eher eBike und nicht Fahrrad zu fahren oder Spaziergänge anstelle von Jogging-Einheiten durchzuführen, denn Sport kann auch dick machen.

Careau V, Halsey LG, Pontzer H, Ainslie PN, Andersen LF, Anderson LJ, Arab L, Baddou I, Bedu-Addo K, Blaak EE, Blanc S, Bonomi AG, Bouten CVC, Buchowski MS, Butte NF, Camps SGJA, Close GL, Cooper JA, Das SK, Cooper R, Dugas LR, Eaton SD, Ekelund U, Entringer S, Forrester T, Fudge BW, Goris AH, Gurven M, Hambly C, El Hamdouchi A, Hoos MB, Hu S, Joonas N, Joosen AM, Katzmarzyk P, Kempen KP, Kimura M, Kraus WE, Kushner RF, Lambert EV, Leonard WR, Lessan N, Martin CK, Medin AC, Meijer EP, Morehen JC, Morton JP, Neuhouser ML, Nicklas TA, Ojiambo RM, Pietiläinen KH, Pitsiladis YP, Plange-Rhule J, Plasqui G, Prentice RL, Rabinovich RA, Racette SB, Raichlen DA, Ravussin E, Reilly JJ, Reynolds RM, Roberts SB, Schuit AJ, Sjödin AM, Stice E, Urlacher SS, Valenti G, Van Etten LM, Van Mil EA, Wells JCK, Wilson G, Wood BM, Yanovski J, Yoshida T, Zhang X, Murphy-Alford AJ, Loechl CU, Luke AH, Rood J, Sagayama H, Schoeller DA, Wong WW, Yamada Y, Speakman JR; IAEA DLW database group. Energy compensation and adiposity in humans. Curr Biol. 2021 Aug 26:S0960-9822(21)01120-9. doi: 10.1016/j.cub.2021.08.016. Epub ahead of print. PMID: 34453886.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

YouTube

Aktuelles

Haben Sie genug von endlosen Diäten und der ständigen Frustra­tion, immer wieder zuzunehmen? Die Ernährungswissenschaft hat schon lange den entscheidenden Ansatz zum nachhaltigen Abnehmen ausgemacht: die gezielte Steuerung Ihres Insulinspiegels. Unzählige Diäten nutzen diesen Effekt, der richtig angewandt auch ohne Hungern und Fasten langfristig funktioniert. Zu hohe Insulinspiegel spielen dabei die entscheidende Rolle: Sie können die natürliche Fettverbrennung verlangsamen oder blockieren. Einige Änderungen in Ihrer Ernährung können Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele zu erreichen und das Gewicht langfristig zu halten.