Rezept-Frei

Bequemlichkeit ist der größte Impf-Gegner

Bei allen Diskussionen um die  Impfungen gegen das SARS-CoV-2 Virus sollte man nicht vergessen, dass ab Oktober auch wieder die Grippeimpfungen anstehen. Unter anderem sollten sich Menschen im Alter über 60 Jahren und insbesondere chronisch Kranke gegen Grippe impfen lassen. Doch wie sieht es mit der wissenschaftlichen Evidenz für solche Empfehlungen aus?

Vor einem Jahr ist eine viel beachtete Beobachtungsstudie aus Dänemark veröffentlicht worden. Diese konnte an über 240.000 Personen mit Diabetes mellitus zeigen, dass Grippegeimpfte  im Vergleich zu Ungeimpften eine niedrigere Sterberate aufwiesen. Doch lassen sich gut informierte Impfskeptiker von Beobachtungstudien wenig beeindrucken, denn da werden nur Zusammenhänge und keine Kausalitäten beschrieben. Ende August wurde nun eine Studie nach den höchsten wissenschaftlichen Kriterien publiziert: Eine randomisierte Plazebo-kontrollierte doppelblinde Studie! Dabei wurde Personen unmittelbar nach einem Herzinfarkt entweder der Grippeimpfstoff oder ein Plazebo – in diesem Fall eine einfache Kochsalzlösung – injiziert. Die Ergebnisse bestätigen die Befunde aus der dänischen Studie: Sowohl die Gesamt- wie auch die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit konnte in der mit dem Grippeimpfstoff behandelten Gruppe im Vergleich zur Plazebogruppe um über 40% signifikant gesenkt werden. Dabei musste die Studie bedingt durch die COVID-19 Pandemie vorzeitig gestoppt werden, so dass die ursprünglich geplante Anzahl an Studienteilnehmer nicht erreicht wurde.

Diese Daten stellen nun den eindeutigen Beweis dar, dass bei Personen mit einem hohen Herz-Kreislauf- Risiko die Grippeimpfung Lebens-verlängernd ist. Der pragmatische Ansatz, die Impfung noch während des stationären Aufenthalt anzubieten, könnte ein Vorbild sein, denn bekanntlich ist die Bequemlichkeit einen Impftermin zu vereinbaren der größte Impfgegner.

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