Rezept-Frei

Auch Süßstoff ist keine Lösung

In den letzten Monaten spielt das Thema Zucker in den Medien eine zunehmende Rolle. Dem erhöhten Zuckerkonsum wird zur Last gelegt, dass er zu  Übergewicht und Typ 2 Diabetes führt. Doch gibt es auch Hinweise, dass ein erhöhter Zuckerkonsum tödlich sein kann?

Eine ganz aktuelle Studie aus den USA hat sich nun dieser Frage gewidmet. Da speziell Erfrischungsgetränke sehr viel Zucker enthalten, wurde überprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum solcher Getränke und der Sterblichkeit gibt. Dazu hat man die Daten von zwei großen Beobachtungsstudien mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern genutzt. Diese wurden je nach Getränke-Konsum in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt und statistisch für verschiedene Einflussfaktoren wie körperliche Aktivität oder Körpergewicht  korrigiert. Die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit stieg durch einen vermehrten Konsum Zucker-gesüßter Getränke deutlich an: So hatten Personen mit mehr als 2 gesüßten Getränken pro Tag im Vergleich zu denen mit weniger als 1 Getränk pro Monat eine über 30% erhöhte Sterblichkeit. Die Krebssterblichkeit war auch statistisch signifikant erhöht. Wer Lightgetränke konsumierte hatte bei mäßigem Konsum kein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, bei mehr als 2 Getränken pro Tag stieg aber auch die Herzkreislauf-Sterblichkeit an.

Diese Daten zeigen, dass für diejenigen, die es süß mögen, Süßstoffe auch keine Lösung sind.

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Malik VS, Li Y, Pan A, De Koning L, Schernhammer E, Willett WC, Hu FB. Long-Term Consumption of Sugar-Sweetened and Artificially Sweetened Beverages and Risk of Mortality in US Adults. Circulation. 2019 Mar 18. doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.118.037401. [Epub ahead of print]

 

 

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