Die aktuell heißen Temperaturen führen dazu, dass viele Menschen länger aufbleiben, um die Kühle am Abend zu genießen. Zwangsläufig werden dadurch die Nächte kürzer. Doch was passiert, wenn wir etwas weniger schlafen?
Diese Frage wurde in einer ganz aktuellen Studie der Columbia Universität (New York, USA) im Rahmen einer randomisierten Studie untersucht. Insgesamt wurden 95 Personen in die Studie eingeschlossen, die älter als 20 Jahre waren und normalerweise täglich sieben oder mehr Stunden schliefen. Die Teilnehmer wurden dann zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe sollte über sechs Wochen die Schlafdauer um 90 Minuten reduzieren, die andere Gruppe wurde angehalten nichts an der üblichen Schlafdauer zu verändern. Nach einigen Wochen wurden die Gruppen getauscht, so dass jeder Teilnehmer seine eigene Kontrolle war. Die Schlafdauer wurde über die gesamte Studiendauer mit validierten Wearables erfasst. Vor und nach der jeweiligen Intervention wurde das Gewicht und der Bauchumfang gemessen. Das Ergebnis: Die Schlafdauer wurde durch die Intervention im Mittel um 78 Minuten reduziert. Dabei kam es zu einer Zunahme des Gewichts um 0,5 Kilogramm und des Bauchumfangs um 0,5 cm. Zusätzlich hatte die kürzere Schlafdauer noch andere ungünstige Effekte, denn die Zeit der Inaktivität stieg um 17 Minuten an. Bei älteren Teilnehmern verlängerte sich diese Zeit des Sitzens und Liegens sogar um 30 Minuten.
Bei bisherigen Studien wurde die Schlafdauer wesentlich deutlicher auf vier Stunden reduziert und es zeigten sich vermehrt Heißhungerattacken. Diese und andere wissenschaftliche Studien zeigen somit, dass man schlafend Gewicht regulieren kann.
Zuraikat FM, Scaccia SE, Cochran JA, Cheng B, Diaz KM, Creasy SA, Melanson EL, Shen W, Aggarwal B, Jelic S, St-Onge MP. Prolonged Short Sleep and Its Effect on Body Weight and Composition: A Pooled Analysis of Randomized Trials. Ann Intern Med. 2026 Jul 7. doi: 10.7326/ANNALS-25-01660. Epub ahead of print. PMID: 42407080.



