Durch den modernen Lebensstil ist die Schlafdauer in den letzten Jahren zunehmend kürzer geworden. In den vergangenen Jahrhunderten, als der Schlaf stärker durch den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus beeinflusst wurde, lag die Schlafdauer bei etwa 10–12 Stunden. Aktuell ist diese auf nur noch 7–8 Stunden abgesunken. Neuste Studien zeigen aber, dass ein ausreichender Schlaf für die menschliche Gesundheit sehr wichtig ist. Wer durch die berufliche Anspannung in der Woche weniger Schlaf bekommt, der versucht dies am Wochenende nachzuholen. Doch kann man Schlaf wirklich nachholen?
Dieser Frage hat sich eine ganz aktuelle Studie gewidmet. Die gesundheitliche Auswirkung des Schlafs wurde mittels bestimmter Parameter des Zuckerstoffwechsels bestimmt. Für die Studie wurden die Daten von über 23.000 Teilnehmern einer Beobachtungsstudie genutzt. Als optimale Schlafdauer für den Zuckerstoffwechsel wurden im Mittel 7,32 Stunden Schlaf berechnet. Personen, die in der Woche kürzer schliefen, hatten aber einen deutlich schlechteren Zuckerstoffwechsel. Wenn diese dann am Wochenende 1–2 Stunden länger schliefen, konnten sie die gesundheitlich negativen Folgen des kürzeren Schlafs in der Woche ausgleichen. Wer aber schon genügend Schlaf in der Woche bekam, dem brachte die längere Schlafdauer am Wochenende keine gesundheitlichen Vorteile. Vielmehr zeigte sich, dass sich bei diesen Personen die längere Schlafdauer ungünstig auf den Zuckerstoffwechsel auswirkte.
Wie immer in der Medizin scheint es auf die Dosis anzukommen. Jedoch bestätigen die Ergebnisse die Annahme, dass man Schlaf nachholen kann.
Fan Z, Wei R, Chen T, Yan X, Yin S, Cao Y, Akinyemi LI, Zhong J, Shi H, Zhang F. Association of weekday sleep duration and estimated glucose disposal rate: the role of weekend catch-up sleep. BMJ Open Diabetes Res Care. 2026 Mar 3;14(2):e005692. doi: 10.1136/bmjdrc-2025-005692. PMID: 41775621; PMCID: PMC12958941.


