Das Zigarettenrauchen hat sich in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg insbesondere durch die amerikanischen Soldaten stark verbreitet. Erst in den 60er Jahren wurden die gesundheitlichen Gefahren öffentlich anerkannt. Die Gesundheitspolitik in Deutschland hat durch Aufklärungsaktionen, hohe Steuern und Schockbilder auf Zigarettenschachteln versucht, das Rauchverhalten zu senken. Die von der Heinrich-Heine-Universität seit ca. 10 Jahren durchgeführte Befragung zum Rauchverhalten – die sogenannte DEBRA Studie – hat aber im Januar 2026 ergeben, dass weiterhin 31,8 % der erwachsenen Bundesbürger noch immer rauchen. Bei den unter 18-Jährigen haben ca. 10 % dieses Laster. Doch wie sieht der internationale Vergleich aus?
In einer ganz aktuellen wissenschaftlichen Publikation aus den USA wurde nachgewiesen, dass dort erstmals weniger als 10 % der Erwachsenen Zigaretten raucht. Weiterhin ist der Anteil der Raucher bei den Männern höher als bei den Frauen. Menschen mit einem höheren Bildungsgrad rauchen deutlich weniger als die mit geringeren Schulabschlüssen. Die drastische Reduktion des Rauchens gelang durch ganz unterschiedliche Maßnahmen, wie u. a. die Verdrängung von Rauchen aus dem öffentlichen Raum und einem kostenlosen Zugang zu Raucherentwöhnungsprogrammen.
In Deutschland geht man etwas andere Wege und führt kostenlose Lungenuntersuchungen mittels CT ein, wenn Personen nachweisen können, lange geraucht zu haben. Daher kann man beim Rauchen nur auf mal etwas Positives aus den USA hoffen…
https://www.debra-study.info/
Agaku I. Tobacco Product Use among U.S. Adults, 2023-2024. NEJM Evid. 2026 Apr;5(4):EVIDpha2500339. doi: 10.1056/EVIDpha2500339. Epub 2026 Mar 10. PMID: 41805408.



