Seit Aschermittwoch ist Fastenzeit! Wie in allen Weltreligionen nutzen Christen diese 40 Tage, um sich auf das Hochfest Ostern vorzubereiten. Ursprünglich sollte man auf Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin verzichten, jedoch fasten in der heutigen Zeit viele Menschen ganz unterschiedlich. So versuchen viele Menschen z.B. primär auf den Konsum von Fernsehen oder anderen digitalen Medien zu verzichten. Das Meiden von bestimmten Lebensmitteln kann den zusätzlichen Vorteil haben, dass man so nebenbei auch Gewicht verliert. Doch wie sollte man fasten, um lästige Pfunde zu reduzieren?
Vor ein paar Jahren hat das sogenannte Intervallfasten eine gewisse mediale Aufmerksamkeit erhalten, da ein bekannter Fernseharzt damit deutlich sein Gewicht reduzieren konnte. Parallel sind dazu eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien erschienen, die die Wirksamkeit dieses Fastens untersucht haben. Ähnlich wie das Fasten beim Ramadan verzichtet man dabei für eine gewisse Anzahl an Stunden jeden Tag auf Nahrungsaufnahme, in der anderen Zeit darf ganz normal gegessen werden. Die Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen ist nun durch eine Metaanalyse der Cochrane Organisation ausgewertet worden. Dazu wurden insgesamt 22 Studien mit knapp 2000 Teilnehmern analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass im Vergleich zu anderen Diätempfehlungen das Intervallfasten keinen besseren Erfolg in Hinblick auf die Gewichtsabnahme bringt. Aber im Mittel nehmen die Teilnehmer durch das intermittierende Fasten, im Vergleich zu Personen, die keinerlei Ernährungsumstellung durchführen ca. 3,4 kg Gewicht ab. Die Lebensqualität veränderte sich kaum.
Wie bei jeder Änderung des Lebensstils ist es aber wichtig, dass auch das Fasten auf die individuellen Bedürfnisse abgestellt wird. Bei der Ernährung, aber auch in der Religion gibt es halt kein einheitliches Fasten.
Garegnani LI, Oltra G, Ivaldi D, Burgos MA, Andrenacci PJ, Rico S, Boyd M, Radler D, Escobar Liquitay CM, Madrid E. Intermittent fasting for adults with overweight or obesity. Cochrane Database Syst Rev. 2026 Feb 16;2(2):CD015610. doi: 10.1002/14651858.CD015610.pub2. PMID: 41692034; PMCID: PMC12906965.



