Hunde sind schon immer Begleiter und Beschützer von Menschen. Gerade in der aktuellen Zeit helfen sie Menschen bei sozialen Kontakten und haben so einen günstigen Einfluss auf die Gesundheit. Für viele Menschen sind Hunde Ersatz für Freunde und Familie, sind Partnerersatz und Tröster. Doch was passiert, wenn ein lieb gewonnenes Haustier stirbt?
Diese Frage wurde in einer wissenschaftlichen Arbeit der Maynooth Universität in Irland untersucht. Dazu wurden knapp 1.000 Menschen befragt, die das Versterben eines nahen Verwandten oder Freundes, wie auch den Tod eines Haustieres kürzlich erlebt haben. Auf die Frage, welcher Verlust schmerzlicher gewesen sei, nannte gut ein Fünftel der Befragten den des Tieres. Der Anteil an Personen, die nach dem Tod des nahestehenden Menschen oder des Haustieres eine anhaltende Trauerstörung hatten war mit gut 8 Prozent vergleichbar. Unter einer Trauerstörung versteht man langanhaltende Gefühle von Traurigkeit, mit denen die Betroffenen alleine nicht zurechtkommen.
Warum haben Haustiere und speziell Hunde für viele Menschen einen so hohen emotionalen Stellenwert? Beziehungen zu Haustieren verlaufen in der Regel ohne Konflikte, das letzte Wort hat das Herrchen. Sie sind im Alltag permanent da, begleiten die Besitzer tagein und tagaus. Wenn ein Tier stirbt, fallen Routinen wie das Gassigehen weg und die dabei gewonnenen sozialen Kontakte gehen verloren.
Daher sollte man die Trauer nach dem Tod von Haustieren wirklich ernst nehmen, denn ein Hund ist häufig der beste Freund des Menschen.
Hyland P. No pets allowed: Evidence that prolonged grief disorder can occur following the death of a pet. PLoS One. 2026 Jan 14;21(1):e0339213. doi: 10.1371/journal.pone.0339213. PMID: 41533687; PMCID: PMC12803462.



