Unter Longevity wird ein ganzheitlicher Ansatz verstanden, die Lebenserwartung zu steigern, aber gleichzeitig gesund zu altern. In den sozialen Medien werden eine Vielzahl an Maßnahmen und sehr teure Produkte propagiert. Doch stellt sich die Frage, ob das auch preisgünstiger geht?
Das wurde ganz aktuell durch eine wissenschaftliche Studie untersucht, die den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten und Longevity beleuchtet hat. Dazu wurden Daten von mehreren sehr großen Beobachtungsstudien mit über 70.000 Frauen und 40.000 Männern genutzt, die zu Beginn frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Atemwegserkrankungen waren. Von diesen Studienteilnehmern wurden zu Beginn und dann alle 2 Jahre Informationen zu ihren körperlichen Aktivitäten durch spezielle Fragebögen erfasst. Das Ergebnis: Während der Nachbeobachtungszeit wurden über 38.000 Todesfälle verzeichnet, davon über 9.000 aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, über 10.000 aufgrund von Krebs und über 3.000 aufgrund von Atemwegserkrankungen. Wenn die gesamte körperliche Aktivität betrachtet wurde, zeigte sich eine Reduktion der Gesamtsterblichkeit um fast 20%. Wenn die einzelnen sportlichen Aktivitäten verglichen wurden, führten alle zu einer signifikanten Reduktion der Sterblichkeit, jedoch mit Ausnahme von Schwimmen. Je höher die Dosis und je mehr unterschiedliche körperliche Aktivitäten kombiniert wurden, umso stärker war der schützende Effekt auf die Sterblichkeit.
Diese Daten weisen darauf hin, dass Bewegung ein wichtiger Faktor für Longevity ist. Han H, Hu J, Lee DH, Zhang Y, Giovannucci E, Stampfer MJ, Hu FB, Hu Y, Sun Q. Physical activity types, variety, and mortality: results from two prospective cohort studies. BMJ Med. 2026 Jan 20;5(1):e001513. doi: 10.1136/bmjmed-2025-001513. PMID: 41574252; PMCID: PMC12820861.



