Körper und Seele lassen sich halt nicht trennen

Körper und Seele lassen sich halt nicht trennen

18. September 2020 by Prof. Dr. Martin0
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Viele Lebensstilfaktoren beeinflussen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So ist seit langem bekannt, dass sich das Ausmaß an körperlicher Aktivität günstig oder ein erhöhter Fernsehkonsum ungünstig auf die Rate an Herzinfarkten oder Schlaganfällen auswirkt. Doch wie sieht der Zusammenhang von Lebensstilfaktoren und mentaler Gesundheit aus?

In einer ganz aktuellen Studie wurden Lebensstilfaktoren wie die Schlafdauer, der Konsum von Früchten und Gemüse, aber auch die Nutzung sozialer Medien mit depressiven Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen in Zusammenhang gebracht. Dazu wurde eine Datenbank mit über 9.369 Teilnehmern aus England verwendet. Die mentale Gesundheit wurde sowohl im Alter von sieben Jahren durch die Eltern als auch im jugendlichen Alter von 14 Jahren durch Selbstangaben beurteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche mit mentalen Problemen eine kürzere Schlafdauer, einen geringeren Verzehr an Gemüse und Früchten sowie eine längere Nutzung von sozialen Medien aufweisen.

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich der moderne Lebensstil nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die mentale Gesundheit auswirkt. Körper und Seele lassen sich halt nicht trennen.

Hoare E, Werneck AO, Stubbs B, et al. Association of Child and Adolescent Mental Health With Adolescent Health Behaviors in the UK Millennium Cohort. JAMA Netw Open. 2020;3(8):e2011381. Published 2020 Aug 3. doi:10.1001/jamanetworkopen.2020.113

 

 

Prof. Dr. Martin

Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) in Düsseldorf


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