Kaffee, das flüssige Gemüse

Kaffee, das flüssige Gemüse

27. Juni 2020 by Prof. Dr. Martin0
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Die Warnungen, dass Kaffee ungünstige Wirkungen auf die Gesundheit haben könnte, gehören der Vergangenheit an. In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien, dass ein regelmäßiger Kaffeekonsum nicht mit der Entwicklung von Erkrankungen im Zusammenhang steht. Vielmehr scheint Kaffee sogar eine gewisse Schutzfunktion vor der Entwicklung von Typ 2 Diabetes, chronischen Lebererkrankungen oder bestimmten Krebserkrankungen zu haben. Auch konnte gezeigt werden, dass Personen mit regelmäßigem Kaffeekonsum eine statistisch geringere Sterblichkeitsrate aufweisen. Wer dazu mehr erfahren möchte, sei auf ein „Rezeptfrei Spezial“ auf der Internetplattform Rezept-frei-Youtube hingewiesen.

Doch durch welche Mechanismen werden die gesundheitlichen Wirkungen des Kaffees vermittelt? Da auch koffeinfreier Kaffee eine ähnliche Schutzfunktion auf die Gesundheit zu haben scheint, ist es sicher nicht das Koffein! Eine aktuelle Übersichtsarbeit einer Gruppe Düsseldorfer Wissenschaftler, die am vergangenen Wochenende in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nutrients“ publiziert wurde, kommt zum Schluss, dass im Kaffee enthaltene phenolische Phytochemikalien, die auch in Gemüse enthalten sind, diese Schutzwirkungen vermitteln.

Insofern könnte man eine Tasse Kaffee auch als flüssiges Gemüse betrachten.

Kolb H, Kempf K, MartinS. Health Effects of Coffee: Mechanism Unraveled? Nutrients online 20.6.2020

Prof. Dr. Martin

Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) in Düsseldorf


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