Fasten für die Umwelt

Fasten für die Umwelt

16. Dezember 2019 by Prof. Dr. Martin0
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Auch wenn es beim Besuch eines Weihnachtsmarktes völlig unverständlich erscheint, so gilt der Advent in den christlichen Kirchen, wie die vorösterliche Bußzeit, als eine strenge Fastenzeit. Das Thema Fasten spielt auch in der aktuellen umweltpolitischen Diskussion eine wichtige Rolle, da für bestimmte Lebensmittel wie Fleisch aufgrund der produktionsbedingten CO2 Emission ein permanenter Verzicht gefordert wird. Doch kann Fasten wirklich der Umwelt helfen?

Schauen wir uns einfach einmal das Übergewicht in Deutschland an: Nehmen wir einmal an, die Erwachsenen in Deutschland sind im Mittel fünf kg zu schwer – wenn Sie Ihre Arbeitskollegen und Freunde einmal vor Ihrem geistigen Auge betrachten, werden Sie dies als eine sehr konservative Schätzung ansehen. Bei ca. 60 Mio. erwachsenen Menschen in Deutschland wären dies ca. 300.000 t Übergewicht. Teilt man das Gewicht auf 80 kg Menschen auf, so würde es 3,75 Mio. Menschen ergeben. Das Übergewicht muss durch zusätzliche Ernährung erhalten werden.

Doch wie viel CO2 wird für die Ernährung eines Menschen benötigt? Laut Bundesumweltministerium sind dies 1,75 t CO2 pro Jahr. Wenn wir diese Rechnung weiterführen, würde das Übergewicht in Deutschland zu einer CO2 Belastung von 6,6 Mio. t führen. Der gesamte Straßenverkehr in Deutschland ist für einen CO2 Ausstoß von 129 Mio t verantwortlich. Somit würde eine Gewichtsabnahme von fünf kg einer CO2 Reduktion von fünf % des Straßenverkehrs entsprechen.

Daher kann man folgern, dass Fasten der Umwelt gut tun würde!

https://www.bmu.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/produkte-und-konsum/produktbereiche/konsum-und-ernaehrung/

Prof. Dr. Martin

Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) in Düsseldorf


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