Essen beim Fernsehen macht dick

Essen beim Fernsehen macht dick

26. August 2019 by Prof. Dr. Martin0
people-3281583_1920-1200x800.jpg

In manchen Haushalten gehört ein laufender Fernseher zum normalen Leben, wie die Luft zum Atmen. So liegt der mittlere tägliche Fernsehkonsum in Deutschland bei über 3,5 Stunden. Da ich dies beim besten Willen nicht erreiche, muss jemand anderes deutlich mehr Zeit vor der „Glotze“ verbringen. Auch Mahlzeiten werden häufig bei laufendem Fernseher eingenommen. Doch ist das gesund?

Eine aktuelle Studie aus den USA hat dies nun im Detail untersucht. Es wurden 55 Testpersonen gebeten, an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein Tagebuch zu führen, in dem die aufgenommenen Mahlzeiten, die Getränke, aber auch der Medienkonsum dokumentiert wurden. Fast jede fünfte Mahlzeit wurde vor dem Fernseher eingenommen, bei den Hauptmahlzeiten war es jede vierte. Die Ergebnisse zeigten, dass bei einer vor dem Fernseher eingenommenen Mahlzeit knapp 150 kcal mehr eingenommen wurden im Vergleich zu Essen ohne „Flimmerkiste“. Die höhere Energieaufnahme wurde in der nachfolgenden Mahlzeit nicht durch eine Reduktion der Kalorien kompensiert.

Wer also Gewicht abnehmen will, sollte nicht nur auf das Essen, sondern auch auf den Medienkonsum achten, denn diese aktuellen Daten zeigen: Essen beim Fernsehen macht dick!

 

 

Ellithorpe ME, Eden A, Hahn L, Ulusoy E, Yang CL, Tucker RM. Meal-Concurrent Media Use is Associated with Increased Dietary Intake with no Evidence of Next Meal Compensation in Free-Living Adults. Obesity (Silver Spring). 2019 Jul 22. doi: 10.1002/oby.22577.

Prof. Dr. Martin

Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) in Düsseldorf


Kommentar hinterlassen

Ihre eMail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *